Rennbericht

3th NASCAR Darkside2000 und 5th NASCAR Hamburg600 - 02./03. November 2018

Nach dem freien Training am Freitagabend versammelten sich Samstagmorgen die unentwegten NASCAR Fans um den historischen und modernen Boliden nach NASCAR124 Reglement bei spannenden Rennen zu huldigen.
Nach einem ordentlichen Frühstück ging es auf die Bahn. Es wurden ordentlich Trainingsrunden geschrubbt, Reifen geschliffen und Settings geändert bis vermeintlich alles passte.
Nach der Wagenabnahme der Darkside Boliden wurde der "Best of Show" derselben gewählt..
Jens B. hatte mit seinem Chevy #3 im Stechen knapp die Nase vorne vor Big7 #12.
Das folgende Rennen war gezeichnet von spannenden rundenlangen Kopf an Kopf Positionskämpfen zwischen Wolfgang H., Jens B. und Big7. Die 3 machten dann auch den Sieg unter sich aus und lagen bei Rennende innerhalb von 3 Runden. Auch auf den hinteren Rängen kam es immer wieder zu spannenden Duellen und es wurde sich nichts geschenkt. Trotzdem wurde ausgesprochen fair und umsichtig auf sehr hohem Niveau gefahren. Ein dickes Lob an alle Piloten!
Fazit: Die historischen NASCAR Fahrzeuge erfreuen sich steigender Beliebtheit! Das entsprechende Reglement findet sich hier:
http://www.hanse-racing-hamburg.de/nascar-hamburg-600.html


Ergebnis 3. Darkside200:
01. Wolfgang H. - #11 - 255,85 Runden
02. Jens B. - #3 - 253,84
03. Big7 - #12 - 252,19
04. Stephan G. - #43 - 244,37
05. Jochen A. - #56 - 239,77
06. Leo - #8 - 237,24
07. Jochen St. - #7 234,80
08. Stephan B. - #7 - 218,73

Nach dem Rennen gab es eine kräftige Stärkung mittels einer scharfen, indischen Linsensuppe und einer Käse-Lauch-Hack Suppe. Hierfür einen herzlichen Dank an Leo´s Frau Petra, die sich immer wieder neues einfallen lässt und sich dabei immer selbst übertrifft. Für süßen Nachtisch war auch gesorgt, schließlich standen noch die zwei Läufe mit den modernen Boliden an und eine Unterzuckerung sollte um jeden Preis vermieden werden...
Nach der Mittagspause ging es an die Wagenabnahme der NASCARs, gefolgt vom Best of Show.
Best of Show Gewinner war unser Nachwuchs Star Lasse mit seinem Kellogg’s Chevy #5. An dieser Stelle nochmals herzlichen Glückwunsch!
Im Qualifying wurden die 2 Startgruppen für das erste Rennen ausgefahren.
In Startgruppe 1 gingen beide Jochen, Björn, Lasse, Stephan B. und Leo an den Start.
Im Rennen bewahrheitete sich der Spruch: „NASCAR ist Kontaktsport.“ Die Haltbarkeit der Boliden wurde ausgiebig getestet. Nur Jochen A. schaffte es meistens sich aus den Crashs raus zu halten und gewann das Rennen souverän mit 8 Runden Vorsprung vor Björn, gefolgt von Stephan B., Leo, Jochen St. Und Lasse.
Im ersten Durchgang der zweiten Gruppe mit Jens B., Stephan G., Big7, Frank W. und Wolfgang H. ging es ebenfalls heiß her allerdings mit weniger Lackaustausch, . Immer wieder wechselte die Führung. Kurz vor Rennende konnte sich dann Jens B. durchsetzen und sicherte sich mit eine Runde Vorsprung den vorerst ersten Platz vor Big7 sowie Wolfgang H, Frank W. und Stephan G.
Unterbrochen durch eine kleine Kaffeepause mit leckerem Butterkuchen ging das Rennen mit den 2. Läufen weiter.
Der Lack wurde diesmal in der ersten Gruppe nicht ganz so ausgiebig ausgetauscht. Jochen A. konnte sogar noch zulegen und gewann auch den zweiten Durchgang souverän, gefolgt von Björn, Stephan B., Leo, Jochen St. und Lasse.
In der zweiten Gruppe fuhr Jens weiterhin in der Erfolgsspur. In teils rundenlangem Tür an Tür Parallelflug lieferten sich Big7 und Wolfgang H. einen sehenswerten Fight. Am Ende schaffte es Wolfgang sich an Big7 in Lauf- und Gesamtergebnis mit 3 Runden Vorsprung vorbei zu schieben. Frank fuhr ungefährdet auf Platz vier und Stephan G. baute, bedingt durch Rückenprobleme und Antipathie zur grünen Spur, stetig ab, so dass sich Jochen A. in der Gesamtwertung noch auf den 5. Platz vorbei schieben konnte.
Mann des Tages aber war Lasse. Der Junge hat die 10x7 Minuten souverän und abgeklärt wie ein Profi abgespult! Respekt!

Ergebnis 5. Hamburg600:
01. Jens B. - #9 - 688,29
02. Wolfgang H. - #3 - 685,58
03. Big7 - #7 - 683,22
04. Frank - #4 - 673,31
05. Jochen A. - #57 - 663,62
06. Stephan G. - #22 - 661,57
07. Björn - #25 - 641,35
08. Stephan B. - #43 - 638,49
09. Leo - #3 - 634,72
10. Stephan St. - #26 - 632,28
11. Lasse - #5 - 538,57

Wir bedanken uns herzlich bei unseren Gästen und freuen uns schon auf das nächste Mal!
Denn auch 2019 wird es wieder zwei NASCAR Veranstaltung bei uns im Eiskeller geben.
Vielen Dank auch an Jockel für die Unterstützung bei der technischen Abnahme und zu guter Letzt noch ein Dankeschön an das Team des Hanse Racing Hamburg e.V. für die Vorbereitung und Ausführung der Veranstaltung.

Reglement "NASCAR Darkside":
Zeitraum: 1955 – 75

Serien: NASCAR, geschlossene Karosserien, vorbildgetreu lackiert und dekoriert. Veränderungen an der Karosserie nur dem historischen Original entsprechend.
Es sind keine Gewichte aus Metall oder ähnliches in der Karosserie erlaubt. Befestigung der Karosserie nur mit handelsüblichen Aluminiumwinkeln der entsprechenden Chassis normaler Größe, oder GfK, CfK, Plastik in maximaler Stärke von 1,5mm und Mossgummi.
Maßstab: 1/24 oder 1/25
Reifen: Moosgummi,
Reifengröße: vor während und nach dem Rennen mind. 26 
mm, hinten, 25 mm vorne
Reifenbreite: vorne mindestens 8 
mm und Auflagefläche 7mm, hinten maximal 13 mm.
Außendurchmesser der Felgen max. 17mm
Es müssen zum Fahrzeug passende Felgeneinsätze aus Plastik oder Resine verbaut sein.
Maximale Spurbreite: 74mm

Alle Teile des fahrfertigen Chassis müssen in der Draufsicht vom Body verdeckt sein.

Bodenfreiheit: vor, während und nach dem Rennen mindestens 1 
mm
Abstand Karosserie zum Boden: mind. 3mm

Chassis: frei, jedoch OHNE Hinterachsfederung

Motor: Fox 10, Slotdevil Fuchs 1

Gesamtgewicht: mindestens 190g
Bodygewicht komplett: Plastik, Resine: 50g, KEINE Metallgewichte am Body
Gfk: siehe Anhang

Interieur: nach Vorbild, Plastik- oder Lexanwanne, einschließlich Käfig/Bügel (vorbildgetreue Türverstärkungen optional), kompletter Fahrer und Fahrersitz dreidimensional aus Plastik oder Resine, es ist das Bausatzarmaturenbrett zu verwenden oder ein dem Original entsprechender Eigenbau, kein Tiefziehteil!

Anhang GFK:
Bodygewicht: 55g!
KEINE einlaminierten Gewichte aus Messing, Blei etc. KEINE Metallgewichte am Body, Befestigung wie Plastikbody.

Folgende Fahrzeuge sind aktuell in GFK zugelassen, da es entweder keine oder nur antiquarische Jo-Han Plastikbausätze gibt:
- Plymouth 1960 + 1961
- Dodge Polara 1964 (der Dodge 330 von Lindberg darf nur dann als Urmodell genommen werden, wenn er auf die Coupedachversion umgebaut wird!)
- Chevy Chevelle Laguna ‚short nose‘ 1973-75

 

Reglement: NASCAR 124

Rennbericht zum Hamburg 600 vom 05.11.2016

Das Hamburg 600 2016 ist Geschichte - und was für eine Geschichte.

Am Donnerstag vor der Rennveranstaltung trafen sich eine Handvoll Vereinsmitglieder um den Bahnraum auf Vordermann zu bringen, die Piste zu checken und den Ersatzrechner für die Zeit- und Rundenmessung zu prüfen, um auf alle Eventualitäten vorbereitet zu sein.
Die letzten Absprachen für die anstehende Veranstaltung wurden getätigt damit es den Gästen an nichts fehlt.

Freitag 18 Uhr, erstes offizielles Training.
Die üblichen Verdächtigen mussten natürlich wieder mal am letzten Tag vor dem Rennen noch gravierende Umbau- und Abstimmungsarbeiten tätigen, natürlich standen die "allwissenden Müllhalden" des Vereins allen mit Rat und Tat zur Seite, es wurden sogar noch Seitenscheiben angefertigt und eingesetzt.
Im Trainigsverlauf wechselte mancher noch die Getriebeübersetzung und passte die Reifen den leicht zunehmenden Grippverhältnissen an.

Der Trainingsabend endet mit leisen gegrummel aus einer üblichen verdächtigen Ecke "mmrlnmmommngnmn musss noch Motor grummmllmmmummlngrr einlaufenhmrmmummlmmmrgngn Karo neu verklebenmurmmmlnngrummln....
Gute Nacht.


Samstag = Renntag.
8 Uhr. Schnell noch frische Brötchen vom Bäcker holen, Aufschnitt, Kaffee und Schmatzriegel in den Einkaufskorb werfen und ab in den Eiskeller das Frühstück zubereiten.
Doch wir waren nicht schnell genug, denn unser "Chefkoch" Kay hat sich des Nachts aus dem Haus geschlichen um rechtzeitig mit den Vorbereitungen beginnen zu können. Und wen sehen wir da noch? Armin samt Sohnemann, so früh kennen wir den ja gar nicht, dreht schon entspannt seine Trainingsrunden.
Die nächste Fahrer ließen dann auch nicht lange auf sich warten und die ersten beiden Kannen Kaffee waren im nu leer.

 


Es entwickelte sich sofort eine ausgesprochen entspannte Atmosphäre, fern jeder Hektik. Jeder Fahrer hatte ausreichend Zeit zum trainieren und letzte Änderungen am Setup vorzunehmen. Die üblichen Benzingespräche schwängerten den Eiskeller, es wurde viel gelacht,
die Wagen der anderen Teilnehmer begutachtet, aber auch die Rundenzeiten der Gegner gecheckt.
Kurz nach 11 Uhr wurde es dann langsam ernst, die technische Abnahme stand an. Insgesamt 19 Fahrerinnen und Fahrer haben sich zum Rennen eingefunden, was tatsächlich auch unsere Erwartungen übertroffen hat.

 

Stephan hat in gewohnter Souveränität und fachlicher Kompetenz die Wagenabnahme durchgeführt, an dieser Stelle nochmals herzlichen Dank für die Unterstützung. Es konnten alle Fahrzeuge zum Rennen zugelassen werden und nun ging es zur Wahl des Best of Show.

 

Aus den ganzen sehr gut gebauten Rennwagen kristallisierte sich dann aber doch recht deutlich das schönste Auto heraus, wobei das Ergebnis nicht wirklich überraschte. Der BoS ging an Jens Badenkopf, der nach wie vor einer der besten Modellbauer im Slotracing ist.

 

Um die schön entspannte Stimmung aufrecht zu erhalten und in Anbetracht der Starterzahl haben wir uns zu 2 Durchgängen a 7 Minuten Fahrzeit pro Spur entschieden, wodurch sich der gesteckte Zeitplan im weiteren Verlauf des Tages gut einhalten ließ.

Die erste Startgruppe nahm ihre Positionen ein und die Spannung stieg ins unermessliche, würden alle nachdem die fünf roten Lichter erloschen, heil durch die ersten Kurven kommen? Um es kurz zu machen, im Rennverlauf gab es deutlich weniger "Rausfaller" als die Trainingssessions erwarten ließen. Es wurde in allen Gruppen ausgesprochen fair gefahren, es gab kein Gemecker an Streckenposten, alles sehr diszipliniert. Da kann man nur allen großen Respekt zollen. Dies gilt im Besonderen auch für die beiden jungen Starter. India, eine sehr charmante junge Dame und Joshua, ein ebenso wohl erzogener junger Mann. Beide zeigten vorbildlich wie man im Slotracing miteinander umgehen kann, wenn man den Sinn des Ganzen verstanden hat. Wenn beide sich so weiter entwickeln und den Spaß an diesem Hobby nicht verlieren, sieht es in Kürze für uns alte Säcke recht düster aus, was Treppchenpositionen angeht. Aber das ist auch gut so!
Herzlichen Dank euch beiden, das Ihr dabei wart.

Als sich der erste Lauf langsam dem Ende entgegen bewegte, schallte es aus dem Küchenbereich "Essen ist fertig!". Kay hatte mexikanische Wraps gezaubert, wie üblich ausgesprochen wohlschmeckend!
Und Kay wäre nicht Kay, wenn er nicht auch die Vegetarische Fraktion aus einem extra Topf hätte bedienen können.
Nachdem sich alle den Bauch gefüllt und die Kehlen frisch befeuchtet hatten, startete der zweite Lauf.
Wie schon im Ersten gab es auch hier trotz aller Fairness auf allen Plätzen heiße fights um die Positionen, manche rundenlang Tür an Tür. Der Bahngripp hat während des Rennens nur noch leicht zugenommen, wir hatten mit etwas mehr gerechnet, was aber allen Fahrern zugutekam, da die Kisten bei zu viel Gripp gerne das Kippen anfangen.
Auch im diesem Durchgang gab es nur zwei Fahrer die mit leichten Defekten zu kämpfen hatten, wie Jochen, dem nach einem Crash die vordere Karosserieverklebung abriss. Mit dem Einverständnis aller haben wir hier Sportsgeist gezeigt und auch ihm eine kurze Reparaturpause gegönnt, wie auch Guido, doch zu ihm kommen wir noch.

 

Somit konnten alle Fahrer das Rennen beenden und es stand die Siegerehrung an. An dieser Stelle möchten wir uns ganz herzlich bei der Firma Jens Scaleracing bedanken, die uns unaufgefordert einen kompletten Thunder Chassis Kit, mit Rädern, Achsen, Motor etc. zur Verfügung gestellt haben. Wie mit Dieter Jens abgesprochen, ging dieser Preis nicht an den Sieger, sondern an den Achtplatzierten und das war, um es vorwegzunehmen, eben jener Guido, der schon recht früh im Rennen immer wieder mit einem sich lösenden Motorritzel zu kämpfen hatte.

Tja und wer hat nun die Hamburg 600 des Jahres 2016 für sich entscheiden können?
Er ist nicht nur ein kompetenter Modellbauer sondern auch ein hervorragender Fahrer, unser Jens.

Wir gratulieren Jens Badenkopf zum Rennsieg und Best of Show!

Das ganze schreit natürlich nach einer Wiederholung, die es auch geben wird. Derzeit laufen die Planungen bzgl. der Termine und wir werden den Ausschluss der GfK Karossen für die kommenden Nascar Rennen überdenken.

Wir haben die rundum gelungen Veranstaltung dann noch in gemütlicher Runde mit den üblichen Bleifußgeschwafel ausklingen lassen.

(Wolfgang)