2019


Le Mans Legenden 2019 - der Rennbericht

 

2017


Le Mans Legenden XI, 13.05.2017

 

Sie haben es schon wieder getan.

Zum fünften Mal in Folge holte sich das Team Plastikquäler den Sieg bei den Le Mans Legenden. Auch nach der 11. Auflage des Gruppe C-Klassikers im Norden – und nun seit einem halben Jahrzehnt - bleibt PQ mit Teamchef Sebastian Nockemann ungeschlagen.

18 Teams waren gemeldet, 10 sind dann schließlich erschienen. Kein Kommentar. Bis auf ein Team alles Hanse-Ring-Veteranen. Eine Premiere im Eiskeller feierte dagegen „No Limits“ mit Janine Oberbillig und Teamchef Nick de Wachter. Bereits 2011 gewann Nick die Le Mans Legenden, damals zusammen mit Alexander Ortmann und Andreas Laufenberg. Hanse-Racing-Hamburg freute sich sehr über die Teilnahme des Ausnahme-Racers und Konstrukteurs.

Geöffnet war am Trainingsfreitag ab 16.00 Uhr. Eine Stunde davor standen die Plastikquäler als erste vor der Tür. Auch dabei sind sie seit fünf Jahren ungeschlagen. Dicht verfolgt allerdings von „Slotattack“, vertreten durch Teamchef Rüdiger Kress. Rüdiger hatte wohl den längsten Anreiseweg (und natürlich auch Abreiseweg). Viel Zeit, um an Pokale zu denken. Teampartner Vollmi trudelte etwas später ein, wie immer hochmotiviert. Auch mit weiter Anreise und zeitig vor Ort: Die „Slotfabrik“ mit Fola Osu und Alexander Ortmann. Mit im Gepäck hatten sie Janine. Sie musste allerdings noch bis zum Abend auf ihren Teampartner Nick warten. „Sipho Racing“, „Rush Racing“, „das Kartell“, „Dumm und Dümmer“ und „Men in Benz“ vervollständigten die Freitagscrew. Der C11 von „Men in Benz“ wurde in letzter Minute fertig. Ebenso der Toyota vom Kartell. Der hatte sein Roll Out dann gegen 21.00 Uhr. Insgesamt neun der zehn Teams nutzten den Trainingsfreitag. Auch Rennleiter Technicus war natürlich schon vor Ort. Der Tischlermeister im Staatsdienst schruppt momentan Überstunden ohne Ende. In Hamburg steht der G20-Gipfel vor der Tür und in der Knast-Tischlerei müssen noch tausende Schlagstöcke gedrechselt, Holzschilde gezimmert und große Verwahrkisten für böse Jungs zusammengenagelt werden. Somit ein ganz dickes Dankeschön an Ralf, dass er seine Freizeit für uns opferte und wiederum die Rennleitung übernommen hat.

Streckenbegehung

Testen, Testen, Testen...

Am frühen Abend wurden dann auch die ersten verlässlichen Zeiten eingefahren. Eine besonders starke Performance zeigte hier der Porsche von „Slotattack“, der bereits früh erste 4,4er Zeiten sehen ließ. Damit war die beste Trainingszeit des Vorjahres bereits Geschichte. Auf demselben Level bewegten sich „PQ“, die „Slotfabrik“ und „No Limits“. Ca. 2/10 darunter lagen die restlichen Teams, die aber alle ihre Vorjahreszeiten unterbieten konnten. 13er Reifen mit harter Mischung erwiesen sich schlussendlich als gute Wahl. Für die Legenden endete das Training relativ früh: um 00:30 Uhr konnte der Eiskeller bereits abgeschlossen werden. Eher ungewöhnlich, aber PQ wollte dieses Jahr den Gripp nicht bewachen und schlief im Hotel statt unter dem Hansering. Sachen gibt es. Mit einer 4.411 hinterließ Seb allerdings die beste Trainingszeit.

An dieser Stelle schlief 4x der Teamchef der Plastikquäler. 2017 bevorzugte er ein Hotel

Samstag

Ab 09:00 waren Strom auf der Bahn und Stullen in der Hand. Dazu genügend Kaffee und gute Laune. Das noch fehlende Team trudelte dann auch ein. Mit Vorjahresauto aber neuem Teamnamen: Stephan Große und Sven Biermann firmieren nun unter „Fantastic Slot Division“. Nächstes Jahr wird dann noch ein „Galactic“ dem Namen hinzugefügt. Den Tresen übernahmen Natalie und Martin, erstere der Nachwuchs vom Tischlermeister, der zweite Nachwuchs von Hanse-Racing-Hamburg. Die beiden kümmerten sich dann auch den ganzen Tag unermüdlich um das Wohl der Gäste.

Frühstückszubereitung vom Profi. Das ist ein Messer!

Überall Fachpersonal, auch hinter dem Tresen

Ein paar letzte Trainingsrunden, technische Abnahme, Fototermin und dann die Wahl zum Best of Show. Mit einem gleich großen Haufen Zahnstochern lagen der „Slotfabrik“-Peugeot und der „Kartell“- Toyota gleichauf. Den Ausschlag für den Toyota gab schließlich das Stäbchen von „Slotfabrik“-Chef Fola.

 

Best of Show 2017 - "Nichts ist unmöglich"

Ins Qualifying ging es nach Zufallsgenerator und nachdem ein paar Minuten der Staub von der weißen Spur gefahren wurde. Das Ergebnis sah dann so aus:

1. Plastikquäler:  4.436   20P

2. No Limits:        4. 441   20P

3. Slotfabrik:        4.481    20P

4. Slotattack:       4.494    20P

5. das Kartell:      4.591    20P

6. D&D:                4.608     20P

7. Sipho Racing: 4.612     20P

8. Rush Racing:  4.663     20P

9. FSD:                 4.734     20P

10. MIB:                4.846    17.5P

Die ersten vier Teams trennten nur ein paar Hundertstel, das versprach Spannung in der Spitzengruppe.

Der Tag

Danach ging es direkt in die Startaufstellung der ersten Gruppe und um 12:00 Uhr gab die Rennleitung den Startschuss für die 11. Le Mans Legenden. Bei 10 Teams wurde die Fahrzeit pro Spur auf 9 Minuten erhöht. „Sipho“-Racing und „Dumm und Dümmer“ dominierten klar das Feld. Am Ende und nach über 550 Runden hatte „Sipho Racing“ die Nase um viereinhalb Teilstriche vor den „D+D“ und sicherte sich für den zweiten Tag-Turn den Aufstieg in die schnelle Gruppe. In der ging es beim ersten Turn nicht ganz so knapp ins Ziel: „PQ“ behauptete seinen Favoritenstatus mit fünf Runden Vorsprung vor der „Slotfabrik“. Dahinter die Verfolger „Slotattack“ und „No Limits“. Damit ging es in die Mittagspause und zur Sau die fachgerecht von Martin serviert wurde.

Vier davon gehören zu den schnellsten der Szene...

Mit vollen Bäuchen nahmen die Racer dann den zweiten Tag-Turn in Angriff. In der Spitzengruppe verdrängt „No Limits“ „Slotattack“ auf den vierten Platz, „PQ“ weiterhin in Führung vor der „Slotfabrik“, die mit nicht konstantem Speed ihres Peugeot kämpft. Nach dem Lauf konnten sich die Titelverteidiger bereits um 23 Runden absetzen. Im Mittelfeld tauschen „Dumm und Dümmer“ und „Sipho Racing“ die Plätze. Heimascari Sven Ahrens prügelt seinen Plastik-Jaguar auf den fünften Platz. Dahinter sortiert sich der Rest des Feldes. Am Ende „Men in Benz“ durch technische Probleme etwas zurückgefallen.

Tag 1:

1.     Plastikquäler – 592,00 Runden

2.     Slotfabrik – 587,00 Runden

3.     No Limits – 583,00 Runden

4.     Slotattack – 570,00 Runden

5.     Sipho Racing – 554,85 Runden

6.     Dumm und Dümmer – 554,30 Runden

7.     Rush Racing – 549,85 Runden

8.     Das Kartell – 541,00 Runden

9.     Men in Benz – 538,55 Runden

10.   Funtastic Slot Division – 535,29 Runden

Tag 2:

1.     Plastikquäler – 1180,93 Runden

2.     Slotfabrik – 1157,65 Runden

3.     No Limits – 1149,70 Runden

4.     Slotattack – 1145,61 Runden

5.     Dumm und Dümmer – 1123,50 Runden

6.     Sipho Racing – 1101,05 Runden

7.     Das Kartell – 1094,43 Runden

8.     Rush Racing– 1085,12 Runden

9.     Funtastic Slot Division – 1071,01 Runden

10.   Men in Benz – 1057,21 Runden

 

Die Nacht

Licht aus im Eiskeller. Der erste Nachtturn spült „Slotattack“ wieder Richtung Podium vor. Zwischen dem süddeutschen Team und „No Limits“ aus Holland wird hart um den dritten Platz gekämpft. Die auf dem zweiten Platz liegende „Slotfabrik“ hadert weiter mit Speed-Problemen: Als Verursacher wurde wohl ein wanderndes Motorritzel ausgemacht. Und so können die „Plastikquäler“ ihren Vorsprung stetig ausbauen. Im Mittelfeld schiebt sich „Sipho“ wieder an „Dumm und Dümmer“ vorbei. Der Jaguar musste in die Box. Die Karosserie hatte sich von ihren Haltern verabschiedet und brauchte eine neue Verklebung. Und so mussten die Jungs auch „das Kartell“ an sich vorbeiziehen lassen. Die „Funtastic Slot Division“ mit einem nicht immer perfekt laufendem Auto auf Platz neun und die Jungs mit dem silbernen C11 kämpften auf dem letzten Platz um Performance.

Zum zweiten Nachtturn wechselte „Sipho Racing“ also wieder in die Spitzengruppe. Für „Dumm und Dümmer“ nahm Sven Ahrens die Aufholjagd in die Hand. Und wiederum ließ er den Plaste-Bausatz um den Kurs fliegen. Den Abstand auf „Sipho Racing“ konnte er nicht mehr aufholen, obwohl er 25 Runden gut machte. „Das Kartell“ konnte er sich allerdings schnappen. Im letzten Drittel des Feldes bewegte sich nicht mehr viel: „Rush Racing“ auf einem gesicherten achten Platz. „Funtastic Slot Division“ absolvierte die letzten Spuren mit mit einem Leitkiel, dem das halbe Blatt fehlte. Das machte das Auto nicht schneller. Langsamer wurde er aber auch nicht. In der Spitzengruppe hielt „PQ“ seinen herausgefahrenen Vorsprung, die „Slotfabrik“ konnte nicht mehr angreifen. Nur um den dritten Platz wurde noch gerangelt. Und am Ende musste sich „Slotattack“ „No Limits“um zwei Runden geschlagen geben. Wieder kein Pokal.

In der Endabrechnung sieht das dann so aus:

Nacht 1:

1.     Plastikquäler – 1770,64 Runden

2.     Slotfabrik – 1724,89 Runden

3.     Slotattack – 1721,51 Runden

4.     No Limits – 1716,75 Runden

5.     Sipho Racing – 1658,25 Runden

6.     das Kartell – 1641,92 Runden

7.     Rush Racing – 1632,85 Runden

8.     Dumm und Dümmer – 1628,69 Runden

9.     Funtastic Slot Division – 1610,30 Runden

10.   Men in Benz – 1545,70 Runden

 

Nacht 2 und Finale:

1.     Plastikquäler – 2357,57 Runden

2.     Slotfabrik – 2311,86 Runden

3.     No Limits – 2301,60 Runden

4.     Slotattack – 2299,68 Runden

5.     Sipho Racing – 2204,81 Runden

6.     Dumm und Dümmer – 2199,72 Runden

7.     Das Kartell – 2193,13 Runden

8.     Rush Racing – 2165,70 Runden

9.     Funtastic Slot Division – 2159,36 Runden

10.   Men in Benz – 2078,98 Runden

Pokale, Pokale, Pokale...

Was bleibt? Sebastian Nockemann mit seinen „Plastikquälern wiederum ungeschlagen. Die „Slotfabrik“ wie im Vorjahr mit etwas mehr als 40 Runden Abstand auf Platz zwei. Dahinter die Verfolger „No Limits“ und „Slotattack“. Die Jagd auf Seb geht also in eine neue Runde. Hanse-Racing-Hamburg hat immer einen Schlafplatz für „PQ“ reserviert, auch wenn das Team ihn dieses Jahr gegen ein Hotelbett getauscht hat. Aber wir setzen ein Kopfgeld auf die „Plastikquäler“ aus. Für das Team, das den fünfmaligen Seriensieger schlägt, wird es eine Sondertrophäe geben. Einen „Wir haben sie bezwungen“-Pokal.

Am Ende möchten wir uns bei unseren Gästen für ihre Motivation und Fairness und ihren Einsatz bedanken. Und für ihre Zuverlässigkeit. Dazu ein dickes Dankeschön an Ralf, der wiederum das Feld mit ruhiger Hand durchs Rennen führte.

Heute keine Schlagstöcke drechseln

Wir freuen uns auf die Legenden 2018

Hanse-Racing-Hamburg

 

 

 

 

 

2016


Le Mans Legenden X, 29.04.2016

Ein Rennbericht

Freitag, 29.04.2016 - Trainingstag

Sieger im „Wer steht am frühesten im Bahn-Raum und nervt die noch aufräumenden Gastgeber“-Wettbewerb waren ganz klar Sebastian Nockemann und Alexander Ortmann. Den Preis teilen sich also die „Plastikquäler“ und die „Slotfabrik“. Beiden fehlte noch der Teampartner, die Jungs machten es bei der Anreise halt schon spannend und organisierten sich in hochkomplizierten Fahrgemeinschaften. „Slotfabrik“- Chef Fola ließ seinen Teamkollegen allerdings nicht lange alleine und fuhr auch sehr zeitig auf den Hof. In einem Smart. Ohne Anhänger. Wir dachten kurz, dass er die Kuh nur schnell um die Ecke geparkt hat und in das Beiboot umgestiegen ist. Dem war aber nicht so. Der Herr, der sonst mit dem größten Slot-Koffer Westeuropas und zusätzlich ein paar Paletten mit Kleinteilen anreist, kam mit dem Flieger aus Stuttgart. Fola beschränkte sein Gepäck auf eine ca. 30x15 Zentimeter große Butterbrot-Dose. Darin ein wenig Werkzeug und ein – haltet euch fest – fast komplett fertiger Toyota TS010. Das ist wahres Downsizing.

Nächster war dann André Kaczmarek mit zwei lila Katzen im Katzenkorb. Die beiden waren etwas eingelaufen; eine geschrumpfte Form entließ die Autos wohl eher im Maßstab 1:25. Das heißt, das Chassis passt nicht mehr, die Lexanteile müssen angepasst werden … es trieb André wohl fast in den Wahnsinn. Trotzdem biss er die Zähne zusammen und baute die zwei XJR 14 fertig. Und die mächtigen Heckflügel waren dann ja auch wieder im richtigen Maßstab. Die Teamkleidung von "Jim Summer Racing" hatte natürlich auch die richtige Größe und war in den Farben perfekt auf das Auto abgestimmt. Leider nicht auf die Rezeptoren der restliche Fahrer, aber das war schon ok so. Sein Kollege Frank Schüler traf etwas verspätet ein. Er hatte wohl nicht die weiteste, wahrscheinlich aber die gefühlt am längsten dauernde Anreise. Am Freitagnachmittag aus Hamburgs Norden ganz in den Süden zu fahren, da kann man zum Mörder werden. Nicht aber Frank. Kurz die Haare gerauft und immer guter Laune. Zum Trost gab es ein paar M&M’s. Klar.

"Sipho Racing", "Rush Racing", "MENINBenz", so langsam füllte sich der Bahn-Raum. Rennleiter „Technicus“ war auch schon vor Ort und führte das Training mit ruhiger Hand. Oder so.

Elf Teams nutzen dann insgesamt den Trainingsfreitag. Und bis dahin hatte Sebastian ihnen auch schon brav Grip auf alle Spuren gefahren. Einfach lieb von ihm. Dabei prügelte er das Vorjahres- /Vorvorjahres-/Vorvorvor-Jahres-Siegerauto auf immer neue Rekord- Zeiten. Sein neu aufgebauter MAZDA MXR01 zeigte dann bei seinem Roll Out auch sofort eine 4.5er Zeit. Frech sowas. Aber auch die Autos von Rüdiger Kress und Vollmi („Slotattack“), Fola und Alex („Slotfabrik“) und von Stefan Waschow („Baltic Boys“) kamen an die „Plastikquäler“-Zeiten heran. „Slotattack“ hatte aber einen klaren Trainingsvorteil: Die verschiedenen Autos wurden hier von Melanie angereicht.

Strom aus war dann exakt um 01.00 Uhr. Licht aus kurz danach, denn die „Plastikquäler“ übernachteten – traditionell - im Bahn-Raum. Und das junge Gemüse braucht ja auch noch seinen Schlaf.

Samstag, 30.04.2016 - Renntag

Früh um acht bekam Sebastian sein Wasser ins Gesicht geschüttet, der Bahn-Raum wurde gelüftet, Brötchen geschmiert, Kaffee gekocht. Es musste schnell gehen, denn Ralf Rieger - nebst Freundin - hatten im Wohnmobil vor der Tür geschlafen und wollten natürlich ein Frühstück. Während der Kaffee noch durch die Maschine lief, gab „Technicus“ schon Strom auf die Bahn. Ja, auch die Rennleitung war sehr früh aufgestanden. „Technicus“ brachte seine Tochter mit. Sie übernahm dann den Tresen, nachdem sie den Schock über zwei halbnackt im Bahn-Raum liegende Plastikquäler überwunden hatte. Zum Lachen hat sie dann auch irgendwann wieder aufgehört.

Das Training begann sofort. Am Rennsamstag ist die Zeit einfach immer zu knapp. Nebenan machte der Concours-Richter einen Concours. Wobei wir den in Zukunft wieder „Concours d‘ Elegance“ nennen sollten. Vielleicht wird dann ja der Sinn der Sache wieder mehr erkannt und auch beachtet. Wobei es nach unten hin nur einen Ausreißer gab. Alle anderen Autos waren mit viel Liebe zum Detail und nach originalem Vorbild aufgebaut.

Insgesamt 14 Teams brachten ihre Einsatzautos dann zu Sven Ahrens zur technischen Abnahme. Sechs Teams weniger, als angemeldet. Es hagelte Absagen. Leider - aber schon begründet: Beruf, Geschäft, Krankheit. Da kann man leider nichts machen. Das ist schade, aber trotzdem blieb das Fahrerfeld stark und auch exquisit. Alles halt nette Leute, die sich da angemeldet hatten.

Jeden einzelnen hier zu nennen, würde den Rahmen sprengen. Allerdings muss ich eine große Ausnahme machen: Holger (Henning/Holing/Henner) „wiedasBier“ Heinicke. Henn…Holger stiftete den Siegerpokal. Eine von ihm angefertigte Skulptur eines Porsche 962 vor Checkered Flag auf einem Block Eichenholz. Zusammengeschweißt aus Altmetall. Einfach toll! So ein Einzelstück - ein Kunstwerk - als Siegestrophäe ist schon einmalig. Vielen Dank!

Hektik, letzte Autos bei der Abnahme, Aufstellen der Autos auf der Bahn, Fototermin, Wahl zum „Best of Show“. Dann sortierte das Qualifying Teams und Fahrzeuge in die entsprechende Gruppe ein. Große Überraschungen gab es hier nicht, vorne die „Plastikquäler“. Dahinter „Slotfabrik“, „Slotattack“, „Baltic Boys“ und „Sipho Racing“. Die ersten fünf so im Bereich von 1,5 Zehnteln zusammen. Nicht schlecht.

01            Plastikquäler:                                4.543 sek

02            Slotfabrik:                                      4.600 sek

03            Slotattack:                                      4.644 sek

04            Balic Boys:                                     4.673 sek

05            Sipho Racing:                                4.685 sek

06            Jim Summer Racing:                    4.747 sek

07            Rush Racing:                                 4.749 sek

08            Joest Racing:                                 4.757 sek

09            Dumm und Dümmer:                     4.760 sek

10            FSD                  :                              4.791 sek

11            Ollislot:                                           4.795 sek

12            MIB:                                                 4.849 sek

13            Wilde 13:                                         4.930 sek

14            JJ-Racing:                                      5.173 sek   

  

Start zu den Le Mans Legenden X.

Mit der Startampel wurde die dritte Gruppe auf die Reise geschickt. Eine Vierer-Gruppe. Die fünfte Spur hielt ein Dummy-Fahrer sauber. Sieben Minuten pro Spur. Zwei Tag-Turns und zwei Nacht-Turns stehen den Teams bevor.

Nach dem ersten Tag-Turn wurde neu gruppiert. „Wilde13“ und „MIB“ fuhren sich in die zweite Gruppe hoch. FSD (formerly known as „Slot-Society“) und Joest Racing rutschen ab. An der Spitze gab es keine Veränderungen – noch nicht. Die „Plastikquäler“ vorne weg, gefolgt von der „Slotfabrik“ und den „Baltic Boys“. „Slotattack“ als vierte nach dem ersten Turn. „Sipho Racing“ auf Platz 5.

Und dann kam das Ferkel. Heiß war die Sau. Mit Kruste. Und mit Sauerkraut und Remoulade. Und ein feiner Kopf lag auch noch dabei. Das war ein hübsches Kerlchen.

Plötzlich war Stille im Bahn-Raum. In jeder Ecke saßen sie rum, vertieft in die Essensaufnahme. Es war genügend da. Immerhin wurde ja für sechs Teams mehr bestellt. Und so beließ es so mancher nicht bei zwei Portionen. Da gab es dann vereinzelt auch gleich einen verdienten Mittagsschlaf danach. Der Duft des Spanferkels muss wohl bis tief nach Niedersachsen gezogen sein, denn selbst Ehemalige (die das Wolfram aus ihren Karosserien jetzt anscheinend gegen Wände werfen) wurden bei der Essensausgabe gesichtet.

Doch zum Rennen fahren waren sie gekommen. Und so ging es dann, etwas verspätet, in den zweiten Tag-Turn. Und hier erwischte es die „Baltic Boys“ kalt. Eiskalt. Die Verklebung der Karosserie hatte sich gelöst. Linke Seite. Eine Reparatur dauert normalerweise wenige Sekunden. Wenn man denn den richtigen Sekundenkleber zur Hand hat. Hatte der Ex-Student und frischgebackenen Ingenieur mit Diplom nicht „Joest Racing“ sprang mit Kleber ein. Stefans Karosserie war wieder fest mit dem Halter verbunden, doch 40 Runden waren weg. Einfach so.

Im darauf folgenden Nacht-Turn ereilte das Schicksal dann die andere Seite des Sauber Mercedes der „Baltics“. Dieses Mal verlief die Neu-Verklebung wesentlich schneller. Man wusste ja nun, wo der Kleber steht. Trotzdem: nochmal ca. 15 Runden weg. Schade, denn Lemmi und Stefan konnten die Spitzenzeiten gut mitgehen. Ein Platz auf dem Podest schien möglich. Gut, dass der Kleine Waschow das Diplom schon in der Tasche hat.

Keine Veränderungen an der Spitze des Feldes. Die Plastikquäler bauten ihren Vorsprung aus. Die „Slotfabrik“ auf einem gut gesicherten zweiten Platz unterwegs und dahinter „Slotattack“. Auf Platz vier „Sipho Racing“, die ein ganz hervorragendes Rennen fahren. Allerdings dicht bedrängt von „Dumm und Dümmer“ mit Heim-Ascari Sven Ahrens und Stephan Brandt am Volant. Der von Sven Ahrens aufgebaute Jaguar XJR9 „Silk Cut“ ist der einzige Bausatzdeckel im Rennen. So ein Ding aus Kunststoff. Kennt ihr ja noch, oder? Alle anderen fahren GFK-Laminate. Beachtlich.

Noch vor Ende des Turns schnappten sich „Dumm und Dümmer“ „Sipho Racing“ und fuhren sich so auf den vierten Platz vor.

Auch in den Gruppen dahinter wurde um die Positionen gekämpft. Immer fair, wie der gesamte bisherige Rennablauf. Kein Gemecker, kein Geschreie. Eigentlich stressfrei. Und - oh Wunder – alle mit noch genügend Bodenfreiheit.

Nach einer kurzen Pause ging es dann in die Nacht. Der Raum wurde abgedunkelt. Und es war wirklich dunkel. Ein Nachtrennen halt, nix mit Spazierfahrt in der Dämmerung. Doch die Teams kommen gut damit zurecht. Die Fahrzeit wurde auf 6 Minuten verkürzt.

Eigentlich war es eine ziemlich ruhige Nacht. Nur ein Team hatte größere technische Probleme. Und wieder waren es die „Baltic Boys“ um den Maschinenbau-Dipl. Ing. Stefan Waschow. Irgendwas mit Strom ist es dieses Mal. Der Berichterstatter hat es nicht mitbekommen. Nur dass Rüdiger Kress von „Slotattack“ ihm helfend und lötend zur Seite stand. Nun gut, wir haben Stefan ja auch Maschinenbau studieren lassen. Nicht Elektrotechnik. Die Baltic Boys wurden somit ganz ans Ende der Tabelle gespült. Also fast. Zu Ende des Rennens fanden sie sich auf dem vorletzten Platz wieder. That‘s Racing!

Am Ende konnte wieder niemand die „Plastikquäler“ aufhalten.

Der vierte Sieg in vier Jahren. Glückwunsch!

42 Runden Vorsprung haben sie auf den Zweitplatzierten, die“ Slotfabrik“, herausgefahren. „Slotattack“ stellt seinen wunderschönen Porsche auf dem dritten Podiumsplatz ab.

Hier das Endergebnis:

01 Plastikquäler (Sebastian Nockemann/Marco Wesseling)       1690.79 Runden     

02 Slotfabrik (Fola Osu/Alex Ortmann)                                          1648.79 Runden          

03 Slotattack (Rüdiger Kress/Thomas Vollmer)                            1614.01 Runden

04 Dumm und Dümmer /Sven Ahrens/Stephan Brandt)               1594.85 Runden

05 Sipho Racing (Andre Mittelstädt/Harry Oldenburg)                 1591.07 Runden

06 Rush Racing (Thomas Rusch/Bernd Ozols)                             1549.04 Runden

07 Jim Summer Racing (Andre Kaczmarek/Frank Schüler)         1542.54 Runden

08 MenInBenz (Andreas Manke/Johannes Breiding)                    1537.77 Runden

09 FSD (Stephan Große/Sven Biermann)                                       1531.87 Runden

10 Wilde 13 (Kay Ossenbrüggen/Ralf Rieger)                                1527.41 Runden

11 Joest Racing (Eldert Hedden/Daniel Bäumler)                          1524.08 Runden

12 Ollislot-Racing (Oliver Waltmann/Holger Heinicke)                  1488.97 Runden

13 Baltic Boys (Stefan Waschow/Lemmi)                                       1457.70 Runden

14 JJ-Racing (Golden Boys) (Jürgen Jahnke/Klaus Barth)          1406.71 Runden

Sieger

Zur Siegerehrung trafen sich dann alle Fahrer und Zuschauer im Bahn-Raum. Als erstes bekam das Team „Slotfabrik“ den Preis für den „Best of Show“ überreicht. Dann wurden ein paar Namen verwechselt. Danach bekamen die Teilnehmer ihre Plaketten, passend zur Platzierung. Anschließend wurden schnell ein paar Namen verdreht und auch die Siegerteams bekamen dann ihre Preise. Nachdem noch ein paar falsche Namen genannt wurden, ging es schon ans Verabschieden. Ein langer Tag, der rasend schnell vorüber ging.

Hanse Racing Hamburg bedankt sich für euer Interesse und euer Erscheinen. Vor allem aber für eure gute Laune, für den Spaß den wir mit euch hatten und für ein überaus faires Rennen.

(nein, das ist weder Natalie noch Mara. Das ist Ralf mit Begleitung)  

Und zum Schluss noch ein ganz dickes Dankeschön an unseren Rennleiter Ralf „Technicus“ Möller, der mit Souveränität und Ruhe durch den Renntag führte. Dankeschön an Frank Wilke, der an jeder Ecke unterstützte und die Sau abholte. Und natürlich ein dickes Danke an Natalie und Mara, die uns alle so nett versorgt haben.

Daniel Bäumler, Hanse Racing Hamburg e.V.

 

2015


Le Mans Legenden IX

(Ergebnisse und Bericht leider nicht vorhanden)

 

2014


Le Mans Legenden VIII

12.04.2014

Endergebnis

1. Plastikquäler 1516,86

2. PP-Racing 1466,04

3. Dumm und Dümmer 1447,84

4. Das Kartell 1444,08

5. HaHa Racing 1407,62

6. Bailtic Boys 1379,35

7. Deister Jungs 1370,39

8. Sipho Racing 1368,94

9. NSC 1360,49

10. Pegasus 1322,98

11. Wilde 13 1312,05

12. Scuderia 500 1291,55

13. Nordic Slotkommando 1262,33